Die Letzten werden die Ersten sein, oder so ähnlich

Seit Beginn des Jahres habe ich einen neuen Boss. Das ist okay, so. Nur habe ich leider auch einen neuen Stellvertreter des Chefs dazu erhalten. Das ist weniger okay.

Dazu muss ich sagen das ich beide Personen schon eine Weile kenne. Den Chef schon seit etwa 10 Jahren, wo er schon mal mein Vorgesetzter war. Damals war er der Stellvertreter, nennen wir Ihn mal Andreas. Andreas ist homosexuell, sehr intelligent und äusserst aufgeschlossen. Schon damals hatten wir ein gutes Verhältnis, ich mochte seine Art sehr, und wir hatten einen regen Austausch von Musik- und Filmtipps.

Nach einiger Zeit wurde die Stelle als Chef in einer anderen Abteilung frei, worauf er sich bewarb und leider Gottes auch angenommen wurde.

In unserer Abteilung wurde seine Stelle nicht neu besetzt sondern seine Aufgaben wurden (unter anderen auch mir) neu zugeteilt. In dieser Zeit kam nun auch der oben erwähnte Stellvertreter das erste Mal zu uns, allerdings als Lehrling. Der Einfachheit halber nenne ich ihn ab jetzt Nunzio. Nunzio durchlief alle Büros unserer Abteilung und machte einen vielversprechenden Eindruck auf mich und meine damalige Chefin. Obwohl ich von der persönlichen Seite her nicht auf der gleichen Wellenlänge sende wie er kamen wir doch ziemlich gut miteinander aus, und nach ein paar Monaten verliess er uns wieder.

Meine Chefin ging, ein neuer Chef kam, der ging auch und wieder kam und ging einer. Zudem ereignete sich ein extremer Wandel in der Firma. Neue Verwaltungsstrategien, Umstrukturierungen, ein neues Dienstleistungszentrum, weit weg von meinen Arbeitsplatz, Entlassungen usw. wurden geplant, verworfen, neu konzipiert und nochmals verworfen. Es war eine turbulente Zeit. Unter anderem wurden auch in unserer Abteilung drei Leute entlassen. Zudem wurde die Situation durch die dauernden Wechsel in der Führung die Lage auch nicht gerade ruhiger. Durch die Umstrukturierung ergab sich plötzlich die Stelle eines Bürochefs. Und diese Stelle wurde von eben diesem Nunzio besetzt, obwohl wir wie schon gesagt 3 Mitarbeiter haben die ab nächstem Sommer auf der Strasse stehen. Und damit des Wahnsinns nicht genug: Es bestand gar kein Bedarf nach diesem Job, im Gegenteil: durch die ganze Umplanung brauchte es eben gerade weniger Personal. 

Nun, ich hatte in der Zwischenzeit immer wieder mal Kontakt mit Nunzio und lernte ihn von einer anderen Seite kennen, eine Seite die mir persönlich gar nicht gefiel, die mich bis anhin aber nicht weiter kümmerte, da sie mich nicht tangierte. Und nun erfuhr ich auch das dieser Herr gekonnt arschkriechen kann. Beim letzten Führungswechsel also hörte ich, dass sich eben dieser Nunzio auf die Stelle des Chefs beworben hat. Zum Glück erhielt er sie nicht, sondern Andreas, allerdings ist Nunzio wie vorgesehen sein Stellvertreter.

Nun gut, ich wollte der Sache eine Chance geben, und ich musste mir selber schon ein paar mal auf die Unterlippe beissen um nicht dauernd böse Kommentare vom Stapel zu lassen. Aber heute gab es einen Vorfall, da hab ich dann so richtig getobt.

Nunzio hat die Eigenart zu allem und jedem seinen Kommentar abzugeben, und als er heute von einem Postmitarbeiter einen Brief erhielt musste er zu jenem eine Anmerkung machen wie ein bestimmter Ablauf zu laufen habe. Der Angestellte widersprach, zu Recht, doch Nunzio liess sich nicht beirren und  beharrte auf seiner Meinung. Nach einigem Hin und Her schaltete ich mich ein und gab dem Angestellten recht. Da fuhr er mich an, und massregelte mich, was mir in den Sinn käme, er sei ja der Stellvertreter etc. Ich antwortete gelassen, dass ich schon seit 20 Jahren in diesem Betrieb arbeite und ich das schliesslich gelernt habe. Er meinte, er habe das auch gelernt und wisse es besser, worauf ich ihn bat doch mal in den Vorschriften nachzusehen.

Nach einer halben Stunde kam er wieder aus seinem Loch Büro gekrochen und gab kleinlaut zu, er habe da wohl was verwechselt. Ich denke ich bin jetzt auf seiner Abschussliste…ich halte Euch auf dem Laufenden.

„Weiter“-Bildungskurse

Heute war ich an einem so genannten Weiterbildungskurs. Da steht meistens ein Typ vor einem, wie vor einer Schulklasse und referiert über arbeitsbezogene Themen.

So weit, so gut. Allerdings könnte die Firma locker ein Heidengeld sparen, denn bei so gut wie jedem dieser Kurse ist das was man uns vermittelt so etwas von selbstverständlich….

Ich meine, es ist ja wohl klar das man einem Kunden nicht ins Gesicht spuckt. Oder das man nicht mit schmutzigen Händen in ein Kundengespräch führt etc. Aber nein, diese Kurse sind auch noch obligatorisch, und ich kann sehen wer meine Arbeit erledigt.

Ich persönlich hätte mehr davon, wenn man mir das Script dieser Kurse geben würde und ich könnte es für mich alleine durchlesen.

Ausserdem gibt es immer diese oberschlauen Typen, die sich ja für soooo schlau halten und den ganzen Ablauf mit provozierenden Fragen aufhalten. Dabei sind die meisten dieser „Trainer“ wie sie sich nennen eh nicht von unserem Betrieb sondern von einer externen „Consultant“-Firma. Aaah, wenn ich das nur schon höre: Consultant, Trainer etc.

Ich mache jetzt dann auch eine Beraterfirma auf um angehende Amokläufer auf die Problematik beim Amoklauf hinzuweisen. So nach dem Motto: Wie schaut denn das aus wenn Du mitten im Rumballern Ladehemmung hast, oder Dir die Munition ausgeht, das wirkt einfach irgendwie unprofessionell. Da kann man nicht einfach schnell ins Waffengeschäft gehen und Nachschub holen, denn wenn Du zurück bist ist der Kunde weg…

Ist doch wahr…

Jetzt ist es raus….

Endlich weiss ich wer mein neuer Chef wird. Und das ist gar nicht mal so übel, denn ich hatte diesen schon mal als Vorgesetzten. Ich freue mich auf Peter, alle mal besser als Nunzio, der von nix eine Ahnung hat.

Langeweile im Büro

Mit dem Bürospiel „Das traust Du Dich eh nicht“
werden wir alle viel mehr Spass bei der Arbeit haben!

Uns so geht’s: Nach dem „Das traust Du Dich eh nicht“ – Punktesystem gibt es für die nachstehenden Leistungen die genannten Punktzahlen. Wer am Tagesende die meisten Punkte hat, hat gewonnen:

1 Punkt gibt’s hierfür:

Eine Runde in voller Geschwindigkeit um alle Schreibtische laufen.

1. Laut im WC stöhnen und seufzen, während sich mindestens 1 Nichtspieler in der Toilette befindet.

2. Die ersten 5 Kollegen, die einen „Guten Morgen“ wünschen, einfach ignorieren.

4. Jemanden in der Firma, den man nicht kennt, anrufen und sagen: „Ich wollte nur sagen, daß ich momentan keine Zeit habe zu reden.“ und auflegen.

5. Das Ende einer Unterhaltung durch das Zuhalten beider Ohren signalisieren.

6. Mindestens 1 Stunde mit offenem Hosenstall herum laufen.

7. Jeden der einen darauf hinweist mit der Bemerkung „Ich habe es aber lieber so“ abkanzeln.

8. Den Weg zum und vom Kopierer seitwärts gehen.

9. Im Lift jedes Mal wenn die Tür aufgeht laut hörbar Luft holen.

3 Punkte gibt’s hierfür:

1. Zum Chef sagen „Ich finde Sie cool!“ und dabei mit den Fingern eine abfeuernde Pistole imitieren.

2. Unverständliches Zeug auf einen Auszubildenden einreden und dann sagen: „Hast Du das alles verstanden? Ich hasse es, wenn ich mich wiederholen muss.“

3. Sich selbst über die Lautsprecheranlage ausrufen, ohne die Stimme zu verstellen.

4. Wahllos laut Zahlen in den Raum rufen, wenn jemand etwas zählt.

5 Punkte gibt’s hierfür:

1. Am Ende einer Besprechung vorschlagen, dass alle zusammen händehaltend ein „Vater unser“ beten. Extra Punkte gibt’s, wenn man selbst damit anfängt.

2. Abends in das Büro eines Workaholics gehen und während dessen Anwesenheit das Licht zehn mal aus und wieder anmachen.

3. Jeden, mit dem man spricht, mindestens eine Stunde lang „Herbert“ nennen.

4. Bei der nächsten Besprechung laut ankündigen, dass man kurz raus muss, um „groß“ zu machen.

5. Jeden Satz mit dem Wort „Alder“ in einem ziemlich harten Akzent beenden. „Der Bericht liegt auf dem Tisch, Alder.“ Mindestens 1 Stunde durchhalten.

6. Während der Abwesenheit eines Kollegen dessen Stuhl in den Lift fahren.

7. Sich in einer Besprechung oder einer Gruppe wiederholt auf die Stirn schlagen und murmeln: „Seid doch mal ruhig! Ich wäre so froh wenn ihr alle mal endlich ruhig sein würdet.“

8. In den Tagesplaner eines Kollegen eintragen: „Wie findest Du mich in Strumpfhosen?“

9. Die eigene Tastatur zu einem Kollegen tragen und fragen: „Willste mal tauschen?“

10. Folgende Unterhaltung mindestens 10 mal hintereinander mit irgendeinem Kollegen führen: „Hast Du das gehört?“ – „Was?“ – „Egal, ist nicht so wichtig.“

11. In voller Kampfkleidung ins Büro kommen und wenn man nach dem Grund gefragt wird erwidern: „Ich darf nicht drüber reden.“

12. Während einer wichtigen Telefon-Konferenz mit einem Akzent sprechen (sächsisch, hessisch, platt, bayrisch).

13. Klopapier aus der Hose hängen lassen und echt überrascht sein, wenn jemand darauf hinweist.

14. Den Teilnehmern bei einer Besprechung Kaffee und Kekse hinstellen und dann jeden Keks mit der Hand zerbröseln.

15. Während einer Besprechung langsam mit dem Stuhl immer näher zur Tür rutschen.

16. Playmobilfiguren bei Besprechungen gemäß der Sitzordnung anordnen und wenn jemand sich meldet oder was sagt die betreffende Figur dazu bewegen.

Wireless LAN oder wie man einen Mann in den Wahnsinn treibt

Hallo liebe Leser;

Gstern war der grosse Tag. Endlich konnte ich mir einen neuen PC aussuchen, dazu gab’s einen neuen Monitor und als Krönung: Wireless-LAN. Ohne Kabelsalat den Laptop im ganzen Haus benutzen. Gemütlich im Bett online zocken. Mit Buddy’s aus der ganzen Welt chatten im Garten, auf dem WC wo auch immer. Klingt toll was? Ist es aber nicht. Das Ding läuft einfach nicht, egal wie oft die Anleitung lese, und wie ich mich an alle Anmeldeprozeduren halte ich bekomme keine Verbindung ins WEB. Grmmbl.

Als ich heite einen Arbeitskollegen fragte, wie er es gemacht habe, kam die lakonische Antwort: „Tja, keine Ahnung, ich hab eine Woche lang so rumprobiert und dann ging’s.“ Tja, mal sehen wie lange ich dfür brauche, seufz.

Bis bald, Euer immer noch verkabelter Freund Chris